Baby- und Kinderosteopathie in Berlin Prenzlauer Berg
Ankommen nach der Geburt – warum kleine Körper manchmal Unterstützung brauchen

Eine Geburt ist für dein Kind eine der körperlich intensivsten Erfahrungen überhaupt. Schon in den letzten Wochen im Bauch und während der Geburt wirken Kräfte auf einen Körper, der noch weich und formbar ist.
Manchmal läuft der Start nicht ganz rund. Dein Baby dreht den Kopf fast nur zu einer Seite, schreit viel oder hat Mühe beim Trinken. Vielleicht wirkt der Kopf leicht schief. Oder du spürst, dass etwas nicht stimmt, ohne es benennen zu können.
Dieses Gefühl nehme ich ernst. Du erlebst dein Kind jeden Tag, ich sehe es eine Stunde lang.
In meiner Praxis in Berlin Prenzlauer Berg begleite ich Neugeborene, Säuglinge und Kinder mit einem biodynamischen, craniosakralen Ansatz. Ich arbeite ohne Druck und ohne Einrenken, die Hände liegen ruhig auf.
Typische Anliegen in der Säuglings- und Kinderosteopathie
Mit diesen Anliegen kommen Eltern zu mir. Bei den meisten gilt: Erst schaut eure Kinderärztin, dann arbeite ich ergänzend. Ist dein Thema nicht dabei, schreib mir einfach.
Ausgeprägte Lieblingsseite, häufiges Überstrecken
Von KISS (Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung) spricht man, wenn Babys den Kopf fast nur zu einer Seite drehen, sich oft überstrecken oder schwer zur Ruhe kommen. Als eigenständige Diagnose ist KISS fachlich umstritten. Ich arbeite mit feinen Techniken an Nacken und oberer Halswirbelsäule, mit dem Ziel, die Beweglichkeit dort zu unterstützen.
Viel Schreien, angespannter Bauch
Exzessives Schreien, angezogene Beinchen, ein harter Bauch – Koliken belasten die ganze Familie. Ich arbeite behutsam an Spannungen im Bauchraum, am Zwerchfell und im Nacken, mit dem Ziel, deinem Baby zu mehr Ruhe zu verhelfen. Hält das Schreien stark an, ist eure Kinderärztin die erste Ansprechpartnerin.
Unruhe und schwieriges Einschlafen
Manche Babys finden in den ersten Wochen nur schwer zur Ruhe. Mit leiser craniosakraler Arbeit gebe ich deinem Kind Gelegenheit, sich zu entspannen. Wie es darauf reagiert, ist sehr unterschiedlich.
Verspannungen in Kiefer, Zungenbein und Nacken
Wenn das Saugen nicht klappt, ist das für dich und dein Kind gleichermaßen anstrengend. Ich schaue, ob Spannungen im Nacken, am Kiefer oder an der Schädelbasis eine Rolle spielen könnten, und arbeite dort, in Abstimmung mit deiner Hebamme oder Stillberaterin.
Einseitige Muskelspannung nach der Geburt
Ein funktioneller Schiefhals zeigt sich als deutliche Bevorzugung einer Drehrichtung und sollte kinderärztlich abgeklärt werden. Ich arbeite an der einseitigen Spannung, oft ergänzend zur Physiotherapie. Ziel ist, die Drehung zur anderen Seite Schritt für Schritt zu erleichtern.
Einseitiger Druck und Lieblingsseite
Eine abgeflachte oder asymmetrische Schädelform beunruhigt viele Eltern. Ob weitere Maßnahmen nötig sind, beurteilt eure Kinderärztin. Ergänzend arbeite ich mit craniosakralen Techniken an Nacken und Schädelbasis, mit dem Ziel, dort Spannungen zu lösen, und gebe dir Tipps für den Alltag mit.
Spannungen am Zwerchfell
Spuckt dein Baby nach fast jeder Mahlzeit oder schreit dabei, sollte das zuerst eure Kinderärztin anschauen. Osteopathisch arbeite ich am Zwerchfell und am Übergang zum Magen, mit viel Geduld.
Spannungen in Nacken, Kopf und Kiefer
Kopfschmerzen bei Kindern sollten zuerst kinderärztlich abgeklärt werden. Danach schaue ich, ob Spannungen im Nacken, im Kopfbereich oder am Kiefergelenk eine Rolle spielen könnten, und arbeite dort behutsam und kindgerecht.
Muskuläre Dysbalancen in der Wachstumsphase
Wächst dein Kind schnell und klagt über Rücken- oder Hüftschmerzen, oder wurde eine leichte Skoliose festgestellt? Osteopathisch arbeite ich an der Beweglichkeit von Wirbelsäule und Becken, als Ergänzung zur ärztlichen Betreuung und Physiotherapie.
Schmerzen in Beinen, Knien und Füßen
Kinder wachsen schnell, manchmal schneller, als ihr Gewebe folgen kann. Bei Knie- und Beinschmerzen oder Verspannungen im Rücken arbeite ich an Muskeln und Faszien, mit dem Ziel, deinem Kind die Wachstumsphase leichter zu machen. Anhaltende oder einseitige Schmerzen sollten vorher kinderärztlich angeschaut werden.
Mein Ansatz: biodynamisch und craniosakral
Ich arbeite biodynamisch und craniosakral. Das heißt: Ich lege die Hände ruhig auf und folge dem, was ich im Gewebe wahrnehme, statt Kraft einzusetzen. Zu Säuglingen, deren Gewebe noch weich ist, passt diese leise Arbeitsweise gut. Bei älteren Kindern arbeite ich zusätzlich an Muskeln, Faszien und an der Beweglichkeit von Wirbelsäule und Becken.
Osteopathie ersetzt keine ärztliche Untersuchung, sie ergänzt sie. Was medizinisch abgeklärt werden sollte, sage ich dir offen. Wenn es sinnvoll ist und ihr einverstanden seid, stimme ich mich mit eurer Kinderärztin oder Hebamme ab.
Frag mich während des Termins ruhig, was ich gerade mache und warum. Ich erkläre es dir gern.
So läuft ein Termin ab
Ein Termin dauert etwa 50 bis 60 Minuten und kann auf Deutsch, Italienisch oder Englisch stattfinden. Wenn du zum ersten Mal mit deinem Baby bei einer Osteopathin bist, hilft es dir vielleicht zu wissen, was dich erwartet.
1 – Zeit für eure Geschichte
Wir beginnen mit einem Gespräch: Wie verliefen Schwangerschaft und Geburt, wie die ersten Wochen zu Hause? Was fällt dir im Alltag auf, was beschäftigt dich? Deine Beobachtungen helfen mir einzuordnen, worauf ich bei der Untersuchung achte.
2 – Behutsames Wahrnehmen
Ich schaue, wie dein Kind liegt, sich bewegt und den Kopf dreht, und ertaste mit den Händen, wo Gewebe gespannt oder wenig beweglich ist. Ältere Kinder dürfen sich dabei erst einmal im Raum umschauen.
3 – Sanfte osteopathische Begleitung
Die Techniken sind leise, ohne Ruck und ohne Einrenken. Dein Baby kann auf der Liege oder auf deinem Arm liegen. Hat es Hunger oder braucht eine Pause, unterbrechen wir. Wie lange ich behandle, richtet sich nach deinem Kind.
4 – Einschätzung und Tipps für zu Hause
Zum Schluss sage ich dir, was mir aufgefallen ist und ob ich einen weiteren Termin für sinnvoll halte, oder ob etwas zuerst kinderärztlich angeschaut werden sollte. Dazu bekommst du Handgriffe und Tipps für den Alltag mit.
Häufige Fragen zur Baby- und Kinderosteopathie
Grundsätzlich ab der ersten Lebenswoche – sobald ihr beide aus dem Krankenhaus entlassen seid und du dich fit genug für den Weg fühlst. Ein guter Zeitpunkt ist die 4. bis 6. Lebenswoche. Bei auffälligen Symptomen ist zuerst eure Kinderärztin gefragt; nach einer sehr schwierigen Geburt kann ein früherer Termin sinnvoll sein.
Nein – ganz klar nein. In der Baby- und Kinderosteopathie werden keine manipulativen Techniken mit Impuls angewendet. Du wirst beobachten, wie ich meine Hände sehr sanft und ruhig anlege. Die meisten Babys entspannen sich dabei oder schlafen sogar ein.
Das lässt sich pauschal nicht sagen – jedes Kind ist anders. Bei Säuglingen planen wir meist zunächst zwei bis vier Termine. Nach dem ersten Termin gebe ich dir eine ehrliche Einschätzung, und nach jedem weiteren besprechen wir gemeinsam, ob noch einer sinnvoll ist.
Ein Termin kostet 90 bis 95 €, für Babys und Kinder genauso wie für Erwachsene. Ich rechne privat nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) ab. Private Krankenversicherungen, Heilpraktiker-Zusatzversicherungen und manche gesetzliche Kassen (z. B. die TK) übernehmen gegebenenfalls einen Teil der Kosten. Frag am besten vorab bei deiner Kasse nach, welche Voraussetzungen dort gelten. Das Honorar wird unabhängig von einer Erstattung in voller Höhe fällig.
Koliken gehören zu den häufigsten Gründen, warum Eltern mit ihrem Baby zu mir kommen. Ein Ergebnis kann ich dir nicht versprechen: Ich schaue genau, welche Spannungen vorliegen könnten, und arbeite dort sanft. Bleibt das Schreien stark, ist eure Kinderärztin die erste Ansprechpartnerin.
KISS steht für Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörung. Gemeint sind Babys mit ausgeprägter Lieblingsseite, Überstrecken oder unruhigem Schlaf, oft nach einer anspruchsvollen Geburt. Als eigenständige Diagnose ist KISS umstritten, und ich stelle auch keine. Im Termin schaue ich, wo im Kopf- und Nackenbereich Spannungen vorliegen, und arbeite dort mit sanften Techniken. Ob vorher etwas kinderärztlich abgeklärt werden sollte, besprechen wir im ersten Gespräch.
Viele Eltern kommen nach einem Kaiserschnitt mit ihrem Baby zu mir, oft mit der Frage, ob die andere Art der Geburt Spuren hinterlassen hat. Im ersten Termin schaue ich, wie beweglich dein Baby ist und wo Spannungen vorliegen, und arbeite dort sanft. Das gilt auch nach einem Notkaiserschnitt – und für dich als Mutter kann in dieser Zeit die Begleitung der eigenen Narbe ebenfalls ein Thema sein.
Ja, sehr gerne. Ich begleite Kinder vom Neugeborenen bis ins Schulkind- und Jugendalter. Bei älteren Kindern kommen Eltern häufig wegen Kopfschmerzen, Wachstumsbeschwerden oder Haltungsproblemen zu mir.
