Gut und Böse, Ausschnitt aus „Die Mitte fühlt sich leicht an“( B. Hellinger)

Gut und Böse

Wir teilen die Welt gerne ein in eine, die das Recht hat, dazusein, und in eine, die eigentlich nicht da sein dürfte, obwohl sie da ist und wirkt. Das erstere nennen wir gut oder gesund oder Heil und Frieden. Das andere nennen wir böse oder krank oder Unheil und Krieg. Und wie das alles sonst noch heißen mag. Das hat damit zu tun, daß wir gut und förderlich nennen, was für uns das Leichte ist;und was für uns das Schwere ist, nennen wir schlimm oder schlecht. Wenn wir aber genauer hinschauen, dann sehen wir, daß die Kraft, die die Welt voranbringt, in dem gründet, was wir schwer und böse nennen oder schlimm. Die Herausforderung zum Neuen kommt aus dem, was wir lieber weghaben oder ausklammern wollen.
Wenn wir uns vor dem Schweren oder dem Sündigen oder dem Kämpferischen drücken, verlieren wir gerade das, was wir behalten wollen: unser Leben, unsere Würde, unsere Freiheit, unsere Größe. Nur wer sich auch den dunklen Kräften stellt und ihnen zustimmt, ist verbunden mit seinen Wurzeln und mit den Quellen seiner Kraft. Solche Menschen sind mehr als gut oder böse. Sie sind im Einklang mit etwas Größerem und seiner Tiefe und Kraft. (Bert Hellinger, Die Mitte fühlt sich leicht an)

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