Die Alte Seele part 2( Archetypen der Seele, V. Hasselmann, F.Schmolke)

Die Alte Seele part 2( Archetypen der Seele, V. Hasselmann, F.Schmolke)
 
Die traszendente Dimension, die sich der Alten Seele nun Schritt für Schritt erschießt, und auch das transpersonale Energiefeld, das sie um sich herum aufbaut,bewirken eine Ausdrucksfähigkeit ihrer Augen, die sich als wirklich seelenvoll bezeichnen läßt und ide auch eine Kontaktfähigkeit ganz ungewöhnlicher Art mit sich bringt, die wir als „Herzblick“ bezeichnen möchten. Die Alte Seele kann ja zurückfinden zu einer Arglosigkeit und Verletzlichkeit, wie sie die Säugling-Seele einstmals besaß, aber im Zuge der Fragmentierung verlieren mußte. Diese neue Arglosigkeit entsteht aus einer ungeschützten Offenheit,verbunden mit einer in Jahrtausenden erworbenen Weisheit. Die Alte Seele kann die Herzen anderer Menschen berühren, indem sie über die Augen ihr Herz sprechen läßt und einen langwährenden Blickkontakt mit ihren Mitmenschen herstellt.[…]
Religion bedeutet der Alten Seele grundsätzlich eine Absage an alle etablierten Formen von Glauben und Dogma. Glaube wird ersetzt durch Gewißheit, doch muß eine Seele, um Gewißheit zu erlangen, durch viel Ungewißheit hindurchgehen. Sie sucht nach dem Vereinigenden, Übergreifenden. Sie spürt das göttliche Prinzip in sich selbst manifestiert, weiß jedoch nicht immer, wie sie es fassen oder begreifen kann. Sie sucht nach Verbindungrn mit dem Alleganzen und findet die Brücken zu den Kräften, denen sie sich anvertraut, doch nur in wenigen anderen Menschen, in der Natur oder im eigenen Herzen.

„Der Weg“ (B.Hellinger, Religion Psyuchotherapie Seelsorge)

In der Mystik gilt das Prinzip, dass man jede religiöse Erfahrung, die man gemacht hat,sofort hinter sich lässt, so dass der Weg immer frei ist ins Offene. Daher bin ich, wenn jemand sagt, er hat eine religiöse Erfahrung, ganz vorsichtig. Für mich ist es eine Erfahrung. Ob es eine religiöse ist,bleibt für mich dahingestellt. Ich habe für das Religiöse verschiedene Bilder. Das eine Bild ist der Weg. Auf dem Weg kommt man voran, indem man alles Bisherige hinter sich lässt. Das andere Bild ist: Es gibt überhaupt keinen Weg.Man muss nur stehen bleiben, den man hat schon alles, was man braucht.

Religion im Einklang

„Ich habe eine Vorstellung von religion, die nenne ich Religion im Einklang mit der Welt, wie sie sich zeigt. Wenn jemand sagt:“ Ich bin im Einklang mit der Welt, wie sie sich zeigt“, heßt das: “ Ich bin mit der Welt zufrieden, wie es ist. Ich bin mit mir zufrieden, wie ich bin. Ich bin mit dem, was schrecklich ist, zum Beispiel Tod, Schuld, Schicksal. Ich bin im Einklang.“ Das wäre für mich eine religiöse Haltung. In dieser Haltung gehe ich von mir selber weg und öffne michauf ein Weites hin, ohne es begreifen zu wollen. Ich weite meinen Blick, gehe ein paar Schritte vorwärts, und dann bleibe ich stehen. Ich setze mich dem Geheimnis aus, dem Tod zzum Beispiel, oder der Schuld, oder dem Schicksal, ohne dass ich eingreifen will. In dem Augenblickbin ich gesammeltvor dem Ganzen, wie es mir vor den Blickkommt oder ins Gefühl. Das ist sehr demütigt, weil ich überhaupt nichts will. Statt dass ich beeinflussen will, lasse ich mich beeinflussen von dem, was sich zeigt und auf mich zukommt. Deswegen mache ich mir dann auch kein Bild von Gott oder was dafür steht. Sondern ich halte das religiöse Geheimnis aus. Ich halte die Leere aus. Das wäre für mich eine religiöse Haltung“

Bert Hellinger, „Religion Psychotherapie Seelesorge“

Gut und Böse, Ausschnitt aus „Die Mitte fühlt sich leicht an“( B. Hellinger)

Gut und Böse

Wir teilen die Welt gerne ein in eine, die das Recht hat, dazusein, und in eine, die eigentlich nicht da sein dürfte, obwohl sie da ist und wirkt. Das erstere nennen wir gut oder gesund oder Heil und Frieden. Das andere nennen wir böse oder krank oder Unheil und Krieg. Und wie das alles sonst noch heißen mag. Das hat damit zu tun, daß wir gut und förderlich nennen, was für uns das Leichte ist;und was für uns das Schwere ist, nennen wir schlimm oder schlecht. Wenn wir aber genauer hinschauen, dann sehen wir, daß die Kraft, die die Welt voranbringt, in dem gründet, was wir schwer und böse nennen oder schlimm. Die Herausforderung zum Neuen kommt aus dem, was wir lieber weghaben oder ausklammern wollen.
Wenn wir uns vor dem Schweren oder dem Sündigen oder dem Kämpferischen drücken, verlieren wir gerade das, was wir behalten wollen: unser Leben, unsere Würde, unsere Freiheit, unsere Größe. Nur wer sich auch den dunklen Kräften stellt und ihnen zustimmt, ist verbunden mit seinen Wurzeln und mit den Quellen seiner Kraft. Solche Menschen sind mehr als gut oder böse. Sie sind im Einklang mit etwas Größerem und seiner Tiefe und Kraft. (Bert Hellinger, Die Mitte fühlt sich leicht an)

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